Klassik & Jazz auf CD & DVD

Guten Tag,

willkommen bei unserer kleinen Vorauswahl aktueller Neuerscheinungen.
In alle hier vorgestellten CDs können Sie bei Ihrem nächsten Besuch in der Buchhandlung Graff im 2. Stock hineinhören. Oder aber Sie benutzen gleich den praktischen Bestell-Link unter jedem CD-Cover.

Weitere ständig aktualisierte Neuveröffentlichungen finden Sie auf unserer Homepage.

Viel Spaß beim Entdecken wünschen Ihnen
Volkmar Helgenberger und Stephan Kreuzig

Staatsorchester Braunschweig unter Alexander Joel

Schon mit seiner ersten Sinfonie etabliert Mahler einen völlig neuen musikalischen Gestus, der radikal mit den Traditionen der Gattung bricht. Für die meisten Zeitgenossen stellte dies allerdings eine Überforderung dar: Fast alle Rezensionen lassen eine erstaunlich einhellige Ablehnung erkennen. Das hat sich seit dem letzten Jahrhundert grundlegend geändert, und heute gehört das Werk, wie auch das übrige sinfonische Schaffen Mahlers, weltweit zum Standardrepertoire. Das Staatsorchester Braunschweig, übrigens eines der ältesten Orchester Deutschlands, reiht sich in die illustre Reihe der Klangkörper ein, die den sinfonischen Erstling Mahlers aufgenommen haben.
SACD (hybrid) 16.95 € (Note 1)
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Sarah Chang spielt Brahms und Bruch

Die Zusammenarbeit mit Kurt Masur reicht bis in die Kindheit der Solistin zurück. Schon mit zehn Jahren konzertierte sie mit dem Dirigenten, und in dieser Zeit entwickelte sie bereits ihre Interpretation des Brahms-Konzerts. Das bedeutende Werk reifte langsam in Sarah Changs Repertoire: „Immer wieder fragte ich Maestro Masur, wann wir es zusammen spielen können. Erst vor drei oder vier Jahren nahm er mich beiseite und erklärte, die Zeit sei nun reif dafür.“ Mit Bruchs erstem Konzert vereint das Album die zwei „Bs“ der großen Violinwerke. Die Einspielung reiht sich in eine Diskographie von immenser Vielseitigkeit: Vom Barock bis zur Frühmoderne reicht Sarah Changs Aufnahmekatalog, der nicht nur bekannte Violinkonzerte von Vivaldi, Schostakowitsch, Prokofieff und Dvořàk sowie Konzertraritäten von Goldmark und Richard Strauss umfasst, sondern auch Kammermusik und ein sinfonisches Album mit Arrangements des Musical-komponisten Andrew Lloyd Webber.
CD 18.95 € (EMI)
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Trompetenkonzerte mit Alison Balsom

Das Barock ist die wahre künstlerische Heimat der klassischen Trompete, die ganze Epoche mit ihrem Hang zu grandioser fürstlicher Prachtentfaltung ein wahres „Trompeten-Wunderland“. Alison Balsom hat sich durch stilsichere Arrangements von hochvirtuosen Oboen- und Violinkonzerten größter italienischer Meister dieser Epoche von Albinoni bis Vivaldi ein neues, ganz persönliches  Repertoire geschaffen, mit dem die Künstlerin, eine der wenigen weiblichen Trompetensolisten der Welt, ganz nach ihrer erklärten Absicht neue Seiten der ihres Instruments zeigt – technisch ausgefeilt in strahlendem Goldgefunkel, aber auch mit weiten Bögen beseelter Kantabilität. Die mehrfache preisgekrönte Künstlerin – u.a. mit einem ECHO Klassik 2007 sowie 2009 – übernimmt im konzertanten Wettstreit mit dem Scottish Ensemble selbst die Orchesterleitung.
CD 18.95 € (EMI)
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Evgeny Kissin spielt Chopin

Seit seinem legendären Debüt 1984 im Saal des Moskauer Konservatoriums als 12-jähriger gehört Evgeny Kissin zu den herausragenden Pianisten der heutigen Zeit. Er hat zahlreiche Schallplattenpreise für Einspielungen mit Werken von Mozart, Beethoven, Schubert bis zu Prokofiew und Rachmaninow erhalten. Doch immer wieder kehrt Kissin zu Chopin zurück: "Chopins Musik war für mich schon als Kind eine Herzensangelegenheit", so Kissin, und die Zeitschrift Fono Forum stellt zu recht fest: "Es ist und bleibt ein Traumpaar: Frédéric Chopin und Evgeny Kissin... Bei Kissin stimmt einfach die Balance zwischen technischer Raffinesse und beseelter Musikalität". Zum Chopin-Jahr 2010 veröffentlicht RCA eine limitierte 5CD-Edition mit den Highlights aus Kissins berühmten Chopin-Aufnahmen. Die 5CD Edition erscheint als Digipack zu einem besonders günstigen Preis.
5 CDs 24.95 € (Sony)
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Händel: Teseo

Händels dritte Londoner Oper Teseo (1713) sollte nach dem triumphalen Erfolg des Rinaldo dem englischen Publikum die noch ungewohnte Gattung Oper weiter schmackhaft machen. Tatsächlich gelang es Händel an den Erfolg des Rinaldo anzuknüpfen, weist das Werk doch ebenfalls zahlreiche Bühneneffekte und nicht zuletzt eine Fülle an musikalischen Einfällen auf. CARUS veröffentlicht hier einen spektakulären Live-Mitschnitt der vielbeachteten Produktion an der Stuttgarter Staatsoper unter Konrad Junghänel..
3 CDs 30.95 € (Note 1)
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Arien von Charpentier, Lambert und Rameau

Seit sie 2002 »Quelle plainte en ces lieux m’appelle« sang, hat sie »eine andauernde Liebesaffäre mit der französischen Barockoper«, sagt die schwedische Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter. »Die Orchesterfarben bei Rameau sind magisch, und ich finde die Ornamentierung extrem attraktiv. Seine Musik ist verführerisch, elegant und sehr tänzerisch.« Genügend Gründe, dieser Stilrichtung ein komplettes Album zu widmen. Sämtliche Stärken, die Anne Sofie von Otter auszeichnen, kommen im Rahmen der französischen Barockoper auf ideale Weise zum Tragen: Temperament, glasklare Diktion, Wärme, Gestaltungsintelligenz.
CD 19.95 € (Universal)
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Bachs Motetten aus Japan

Von vielen Bach-Liebhabern seit Jahren sehnsüchtig erwartet: Die Aufnahme der Motetten durch das Bach Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki. Für Suzuki sind dies Werke, deren Aussagekraft menschliche Worte bei weitem übersteigt, und von einer kreativen Kraft, „die uns in dieser Welt überleben lässt.“ Immer schon stritten sich die Gelehrten darüber, ob diese Werke a cappella oder mit Instrumentalbegleitung aufzuführen sein. Suzuki hat sich für letzteres entschieden, und die Begleitung reicht vom Orgelpositiv über Streicher bis zu verschiedenen Kombinationen von Streichern und Bläsern. Aber natürlich stehen die wunderbaren Sängerinnen und Sänger des Bach Collegium Japan im Mittelpunkt dieser Einspielung. Ein Chor, von dem der Rezensent in Diapason nach Hören der H-moll-Messe sagte, es sei „ein Ensemble, von dem man träumen muss.“
1 SACD (Hybrid) 20.95 € (Klassik Center)
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Solveig Slettahjell: Tarpan Season

Mit ihrem neuen Album »Tarpan Season« festigt Solveig Slettahjell ihren Ruf, eine der ausdrucksreichsten und wirklich einzigartigen Sängerinnen Norwegens zu sein. Man braucht nur ein paar Takte des Openers »Precise Content« zu hören, um zur Erkenntnis zu gelangen, dass die mittlerweile 38-Jährige nun als Sängerin und Songschreiberin in vollster Blüte steht. Noch nie zuvor hat Slettahjell so viele eigene Songs zum Repertoire ihrer Band beigesteuert wie auf »Tarpan Seasons«, dem sechsten Album mit ihrem Slow Motion Orchestra. »Die Songs von ›Tarpan Season‹ sind mindestens ebenso sehr von Soul- und Country-Musik beeinflusst wie vom traditionellen Jazz«, sagt Slettahjell.
CD 19.95 € (Universal)
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Nils Landgren Funk Unit

Dass Musik für den schwedischen Weltklasse-Posaunisten Nils Landgren eine Herzensangelegenheit ist, spürt man in jedem seiner Töne, ob mit seiner Funk Unit, den Duo-Einspielungen mit Esbjörn Svensson oder seinen Balladen-Alben. Menschen durch Musik Freude bereiten und das Leben lebenswerter zu machen, ist das Credo von Mr. Redhorn. Und deshalb funkt und groovt er in bewährter Funk Unit-Manier jetzt mit Funk For Life für einen guten Zweck: 1 Euro jeder verkauften CD wird an die Hilfsorganisation Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen Schweden gespendet, für ein wohltätiges Projekt in Kibera (Nairobi), einem der größten Slums Afrikas. Landgren setzt sich dafür ein, dass  Musik von nun an ein wichtiger Bestandteil in der Erziehung der dort lebenden Kinder wird. Die Gelegenheit war perfekt, als Funk For Life im Juni 2009 in Berlin aufgenommen wurde, Zur selben Zeit spielte die Funk Unit eine Woche lang im Berliner A-Trane im Rahmen der dortigen ACT-Woche. Tagsüber aufnehmen, abends auf die Bühne - ein volles Programm, dass sich gelohnt hat. Eine besondere Energie und ein enger Zusammenhalt sind während dieser Marathon-Tage in der Band entstanden, was auf der CD für den Hörer spürbar wird. Funk For Life ist ein typisches Funk Unit-Album geworden voller Power und Feel: Knackige Riffs, packende Grooves, funky Bläser und coole Vocals. Alle Zutaten eben, mit der sich Funk Unit einen Namen in der Musikwelt gemacht hat.
CD 19.95 € (Edel)
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Jon Irabagon: The Observer

Jon Irabagon eilt ein "mörderischer" Ruf voraus. Mit dem Quartett 'Mostly Other People Do The Killing', das von den DownBeat-Kritikern 2009 zur besten Newcomer-Band gekürt wurde, spielt er nach Selbstauskunft "terroristischen Bebop". Und die New Yorker Ausgabe des Magazins Time Out nannte den aus Chicago stammenden Künstler lobend einen der "tödlichsten Bläser der Stadt". Fakt ist, dass Irabagon in der Jazzwelt schon mit einigen schrägen Ideen, extravaganten Arrangements und atemberaubendem Spielwitz auftrumpfte. Doch der Musiker und Komponist, der 2008 den internationalen Saxopho-nistenwettbewerb des Thelonious Monk Institute of Jazz gewann, kann es durchaus auch gemäßigt angehen lassen. Das beweist er nun in beein-druckender Manier auf seinem zweiten Soloalbum "The Observer", für das er seine Traumband zusammenstellen durfte (Pianist Kenny Barron, Kontrabassist Rufus Reid und Schlagzeuger Victor Lewis sowie Trompeter Nicholas Payton). Die zehn Nummern, die er mit diesen illustren Spielpartnern aufnahm, stammen zwar bis auf Gigi Gryces "The Infant's Song" und Elmo Hopes "Barfly"  (dargeboten im Duett mit Elmos Witwe Bertha Hope am Piano) aus Irabagons eigener Feder, könnten aber auch schon in den 50er oder 60er Jahren für klassische Blue-Note- oder Prestige-Aufnahmen entstanden sein. Produziert wurde dieses entspannte Post-Bebop-Album, auf dem Jon Irabagon aber auch immer mal wieder seine progressive Ader durchschimmern lässt, von Don Sickler. Am Mischpult saß kein Geringerer als der legendäre Rudy Van Gelder.
CD 18.95 € (Universal)
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Eva Gesine Baur: Chopin oder Die Sehnsucht

Er galt als Liebling der Salons, doch er war scheu. Er galt als Frauenheld, doch er fühlte sich einsam und litt darunter. Die Leichtigkeit seiner Stücke war hart erarbeitet. Und das, was improvisiert wirkte, detailgenau gesetzt. Eva Gesine Baur portraitiert Chopin in seiner ganzen Widersprüchlichkeit und eröffnet einen von Klischees unverstellten Zugang zu seinem Leben und seiner Musik. Zeitgenossen stilisierten ihn zum träumerischen Genie, erlebten ihn als Ästheten von erlesenen Manieren und Frauenschwarm in der Welt der Pariser Salons. Er konnte witzig, bissig und ironisch sein, hielt aber doch die Umgebung auf Distanz und war vielen zu leise, als Mann wie auch als Pianist. Als Klaviervirtuose bezauberte er sein Publikum, und als Komponist der "süßen Abgründe" verkörpert Chopin bis heute den Romantiker par excellence. Heimweh, Sehnsucht, Vergänglichkeit kennzeichnen Chopins Musik – und sein Leben. In Polen geboren, konnte er den Verlust seiner Heimat trotz aller Erfolge in Paris und Wien nie verschmerzen. Von den Frauen vergöttert, ließ ihn die unglückliche Liebschaft zur 18-jährigen Maria Wodzinska an der Liebe verzweifeln. Und auf dem Höhepunkt seines Ruhms, doch völlig verarmt, machte ihm die Tuberkulose, an der er im Alter von nur 39 Jahren verstarb, das Leben zur Qual. Als Frühvollendeter hinterließ Chopin nicht nur ein grandioses musikalisches Werk, sondern auch tiefe Spuren in den Biographien und Arbeiten seiner Freunde: Franz Liszt, Honoré de Balzac, Heinrich Heine, Eugène Delacroix, vor allem aber George Sand, seiner letzten Geliebten.
563 Seiten 24.90 €
Verlag C.H.Beck
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