Einen schönen guten Tag,

 

Der Sommer ist fast zu Ende und es gibt nichts besseres, als die letzten Sonnenstrahlen draußen zu genießen: Sich im Park auf der Wiese oder in einem Café die Sonne auf den Pelz brennen lassen ist momentan das Beste! Und um noch mehr entspannen zu können, fehlt eigentlich nur das richtige Buch!

Deshalb haben wir für euch die besten "Spätsommer-Schmöker" zusammengestellt: Unsere Buchtipps entführen euch in die deutsche Provinz oder in das ferne Galizien; geht auf Reisen mit der Taxifahrerin Alex; oder lasst euch vom "Liebespakt" eines Ehepaars begeistern. Doch natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken.
Am Besten stöbert ihr einfach in unseren Tipps und findet euren Favoriten.

Als Gast haben wir dieses Mal Helga Buchmann aus der Sprachenabteilung für euch, die uns mit Heinrich Bölls "Irisches Tgebuch" einen Spätsommertrip auf die "Grüne Insel" schmackhaft macht.

Viel Spaß mit unseren Buchempfehlungen - die ihr wie gewohnt im 1. OG findet - wünschen euch

die Auszubildenden der Buchhandlung Graff!    

Melissa Staunau empfiehlt Delphine de Vigan: "No & Ich"

Lou ist 13 Jahre alt, hochbegabt und vor allem verkriecht sie sich in ihre eigene Welt. Am liebsten beobachtet sie die Menschen um sich herum und versucht zu ergründen wer sie sind.

Eines Tages triff sie am Bahnhof No - ein 18-jähriges Mädchen, das auf der Straße lebt. Lou beschließt ihr zu helfen und der ganzen Welt zu beweisen, dass man alles ändern kann.

Ein wundervolles und einfühlsames Buch über eine zarte Freundschaft, das Hoffnung auf eine bessere Welt gibt und dabei das Erwachsenwerden ergründet. Tief berührend! 

Droemer/Knaur, 272 Seiten, 8.95 Euro

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Laura Gollnow empfiehlt Karen Duve: "Taxi"

Alex Herwig, Anfang 20, hat bereits eine ziellose Jugend, eine anstrengende Familie und eine frustrierende Ausbildung hinter sich gelassen. Wie die letzte Rettung erscheint ihr die Zeitungsannonce "Taxifahrerin gesucht"!

Trotz ihrer schlechten Orientierung stürzt sie sich in den Hamburger Straßenverkehr. 

"Taxi" erzählt mit einem guten Schuss trockenem Humor und komischer Tragik die Geschichte einer jungen Frau, die vom Leben nichts geschenkt bekommt, sich mit endlosen Taxi-Schichten über Wasser halten muss und trotz allem auf der Suche nach Sinn und Liebe ist.

Auf sehr humorvolle Weise beschreibt Karen Duve das "no-future"-Gefühl der 80er Jahre.

Goldmann, 320 Seiten, 8.95 Euro

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Nadine Jüttner empfiehlt Justin Cronin: "Der Übergang"

Das ewige Leben! Nichts lockt die Menschen so sehr. Doch was passiert, wenn es gelingt?

Ein kleines Mädchen namens Amy wird Teil eines medizinischen Experiments. Sie gilt als die optimale Kandidatin für das Projekt zum Übermenschen. Doch es gibt nicht nur sie. Sie ist nicht allein! Denn was ist mit jenen die nicht so geeignet waren?
Und dann, als alles völlig schief geht, gibt es nur noch das Mädchen, welches einmal Amy war, um die Menschheit zu retten.

Goldmann, 1019 Seite, 22.95 Euro

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André Baumgarten empfiehlt Robert Seethaler: "Die Biene und der Kurt"

Kennt ihr eigentlich das "Heartbreakin'-Mobil"? Eine mehr oder doch eher weniger aufgepimpte Schrottkarre, die durch Kaffs und Dörfer der deutschen Provinz tingelt? Nein, kennt ihr nicht! Dann kennt ihr auch nicht die Biene und den Kurt. Und da habt ihr echt was verpasst!

Als die Biene - ein 16-jähriges, "leicht" pummeliges Mädchen, mit Brillengläsern so dick wie Bierglasböden - aus ihrem katholischen Mädchenheim abhaut, weiß sie nicht wohin. Sie kauft sich ein Zugticket und verschwindet in die Provinz. Dort begegnet sie - auf ungewöhnliche Weise - dem abgehalfterten Altrocker und Schlagersänger Kurt. Mit seinem Bus - dem "Heartbreakin'-Mobil"- reist er durch die Dörfer, um die Menschen mit seiner Musik zu beglücken. Er entschließt sich die Biene mit an Bord zu nehmen. Von nun an erleben sie ungewöhliche Abenteuer in Altersheimen oder in heruntergekommenen Gaststätten; auf der Bühne vor 3000 Menschen oder in einem Hanger mit Truthahnküken. Immer auf der Suche nach dem perfekten Auftritt. 
Doch als Heimflüchtling muss die Biene darauf achten, nicht entdeckt zu werden.

Ein witziger und tragischkomischer Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft und die Suche nach dem Sinn. Mit kindlichem Charme erzählt Robert Seethaler ein schönes "Provinz-Road-Movie".

Goldmann, 316 Seiten, 8.95 Euro

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Valérie Mau empfiehlt Susanne Leinemann: "Der Liebespakt"

Toni ist Innenarchitektin und ihr Mann Georg steht kurz davor zum Vorstandsvorsitzenden eines großen Konzerns gewählt zu werden. Alles scheint perfekt zu sein, wenn Toni nur nicht erfahren hätte, dass ihr Mann sie nach vier Jahren Ehe betrügt. Als ob dies nicht schon schlimm genug wäre, macht ihr Georg auch noch ein unmoralisches Angebot: Er verspricht ihr eine Menge Geld, damit sie bis zu seiner Wahl zum Vorstandsvorsitzenden bei ihm bleibt und die brave Ehefrau spielt. Doch diese Rechnung hat Georg ohne Toni gemacht, denn diese macht ihm ab sofort das Leben zur Hölle. Zu allem Überfluss scheint ihnen auch noch ein Reporter auf die Schliche gekommen zu sein.
Wird dieser es schaffen die beiden auffliegen zu lassen? Und kann der Pakt zwischen dem ungewöhnlichen Ehepaar überhaupt funktionieren, wenn die Liebe und das Schicksal eine Wörtchen mitzureden haben?

Ein wunderbares und unterhaltsames Buch bei dem man viel lacht und mit den Protagonisten mitfühlt.

Diana, 382 Seiten, 14.95 Euro

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Johanna Lehmann empfiehlt Sabrina Janesch: "Katzenberge"

Das Erstlingswerk einer Mitte Zwanzigjährigen über die Vertreibung ihrer Großeltern am Kriegsende '45 kann doch eigentlich nur fade sein? Falsch! Der Roman "Katzenberge" von Sabrina Janesch zeigt gekonnt, dass Vorurteile eben doch nur Vorurteile sind. Der Autorin gelingt es, den Leser und die Protagonistin Nele von Berlin nach Polen zu führen, um dort der Beerdigung des geliebten Großvaters beizuwohnen.
Aber wer war dieser Mann überhaupt, der eigentlich aus dem fernen Galizien stammt? Und was passierte wirklich mit seinem verschollen geglaubten Bruder? Sind die Geschichten über Neles Großvater nur Mythen und Sagen?
Nele reist weiter - von Polen in die Ukraine, nach Galizien -, um die Wahrheit zu ergründen. Dabei erfährt sie mehr als sie dachte und vor allem mehr über sich selbst.
 
Aufbau, 273 Seiten, 19.95 Euro 

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Die literarische Wiederentdeckung: André Baumgarten empfiehlt Christopher Isherwood: "Der Einzelgänger"

Ein Tag im Leben eines 58-jährigen Literaturprofessors kann nicht interessant sein!? Doch Christopher Isherwood zeigt uns in seinem Roman "Der Einzelgänger" das Gegenteil.

1962 in einem kalifornischen Vorort: Wir begleiten George bei seinem Tag - vom Aufstehen bis zum bitteren Ende. Ein Tag voller Routine, voller täglicher Tristesse. Doch der Schein trügt, denn eigentlich ist die Routine schon längst verloren. Besonders seit Jim gestorben ist, ist Georges Leben nicht mehr das gleiche. Doch eine nächtliche Begegnung mit einem seiner Studenten bringt sein Leben noch weiter aus dem Gleichgewicht.

Eine tragische Geschichte, die die sozialen und gesellschaftlichen Verhältnisse des scheinbar perfekten und tolleranten Amerikas der 60er Jahre wirklich zeigt.

Suhrkamp, 181 Seiten, 7.50 Euro

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Die Bücher unserer Jugend: Helga Buchmann empfiehlt Heinrich Böll: "Irisches Tagebuch"

In Heinrich Bölls autobiographischer Erzählung geht es um eine Reise nach Irland. Zum ersten Mal bereiste er die Insel 1954. Dieses Buch ist nicht nur ein Reisebericht. Viele unterschiedliche Eindrücke über den irischen Alltag werden beschrieben.

Sehr gut hat mir die Geschichte über die Redensarten gefallen. In Deutschland heißt es: "Schlimmer hätte es nicht kommen können.", während man in Irland "It could be worse - Es könnte schlimmer sein." sagt.

Eine Liebeserklärung an die grüne Insel.

Ich habe Bölls Buch in den 80er Jahren vor einer Irlandreise gelesen und es war eine sehr gute Einstimmung auf meinen Urlaub.
 
dtv, 137 Seiten, 5.90 Euro 

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